Vororttermin zum Thema Wolf

Bärbl Mielich und Reinhold Pix treffen sich mit Bauern aus dem Münstertal

Nachdem vor einigen Wochen im Münstertal ein Wolf zwei Ziegen gerissen hatte, gründeten die Landwirte Vorort einen Arbeitskreis Wolf. Dies war der Anlass für die Landtagsabgeordneten Bärbl Mielich und Reinhold Pix für ein Treffen mit Landwirten aus dem Münstertal auf dem Hof der Familie Zimmermann. Die vom Wolf gerissenen Ziegen gehörten zu diesem Hof. Simon Zimmermann begrüßte die Anwesenden und erklärte die Sorgen der Landwirte um ihre Tiere, vor allem die Ziegen und die Kälber. Im Münstertal seien die Tiere vom Frühjahr bis in den Herbst Tag und Nacht auf den Weiden. Es gehe nicht allein um den finanziellen Schaden, sondern auch um die Tiere, die von klein auf versorgt und aufgezogen würden.

Auch sie habe die Luft angehalten, als sie von dem Wolfsriss im Münstertal hörte, sagte Bärbl Mielich bei der Begrüßung. Der Wolf sei ein sehr emotionales Thema. Jetzt gelte es, Wege zu finden, wie mit dem Wolf umgegangen werden könne.

Reinhold Pix, Vorsitzender des Arbeitskreises Ländlicher Raum im Landtag von Baden-Württemberg, setzt vor allem auf Prävention. Wolfssichere Zäune und Herdenschutzhunde hätten sich bewährt, erklärte er. Dem Umweltministerium habe er bereits vorgeschlagen, das Münstertal in die Förderkulisse Wolf aufzunehmen. Er sei guter Dinge, dass dies klappen würde. Dann gibt es Zuschüsse für den Bau der Zäune und für das Halten von Herdenschutzhunden. Vertreterinnen und Vertreter der Forstlichen Versuchsanstalt Freiburg berichteten ausführlich über präventive Möglichkeiten, deren Für und Wider ausführlich diskutiert wurde. Die Landwirte waren nicht so leicht von den Präventionsmaßnahmen zu überzeugen. Zu groß ist die Unsicherheit und die Sorge um die Tiere. Die Diskussion verlief dennoch in guter und sachlicher Atmosphäre.

Das schreibt die lokale Presse:

Badische Zeitung vom 06.07.2020: Wildtier-Debatte

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