Stärkung des Ländlichen Raums

Rund 1,3 Millionen Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum fließen in den Breisgau und rund 500.000 Euro nach Kandern (Landkreis Lörrach)

„Ich freue mich, dass in diesem Jahr acht Kommunen in meinem Wahlkreis vom Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) profitieren“, sagt Bärbl Mielich, Grünen-Abgeordnete für den Breisgau. Aus dem Förderprogramm fließen insgesamt rund 1,3 Millionen Euro in den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, aufgeteilt auf 12 Projekte in den Gemeinden Ballrechten-Dottingen, Ehrenkirchen, Eichstetten, Münstertal, Sölden, Staufen und Vogtsburg. Rund 500.000 Euro gehen nach Kandern (Landkreis Lörrach), verteilt auf sieben private Projekte.

„Als Kommune bekommt Ballrechten-Dottingen 151.840 Euro für die Umgestaltung der Weinstraße zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität. Die restlichen Gelder fließen in Projekte privater Antragssteller“, informiert Mielich.

„Wir wissen, dass unsere ländlichen Regionen vor Herausforderungen stehen“, so Mielich. Deshalb hat die grün-geführte Landesregierung das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) noch einmal um 15 Millionen Euro aufgestockt – von 75 auf 90 Millionen Euro. Mit der Hälfte der Summe unterstützt Grün-Schwarz Innenentwicklung und Wohnraum – mit einem Extra-Förderzuschlag, wenn Holz für die Bauten verwendet wird.

Eine starke Infrastruktur vor Ort ist ein zentraler Standortfaktor für die Gemeinden. Auch für Unternehmensentwicklung und Arbeiten im Ländlichen Raum ist eine Vielzahl von Projekten bewilligt worden. „Wir wollen, dass unsere Ortskerne lebendig und lebenswert bleiben. Dazu gehört wohnortnahe Versorgung und wohnortnahes Arbeiten“, so Mielich.

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) stärkt gezielt die ländlichen Regionen in Baden-Württemberg. 487 Gemeinden und 1.538 Projekte wurden in diesem Jahr ausgewählt. „Die Landesregierung trägt mit der ELR-Förderung bedeutend zu gleichwertigen Lebensbedingungen im ganzen Land bei. Die ELR-Projekte haben zum Ziel, die Strukturen ländlich geprägter Orte nachhaltig zu verbessern“, betont Mielich. Rund die Hälfte der Mittel 2019 werden für die Innenentwicklung der Kommunen und das Schaffen von Wohnraum verausgabt. „Innen vor außen: So dämmen wir den Flächenverbrauch ein und stärken die Ortskerne.“ „Die erfolgreiche ökologische Neuausrichtung des Programms wird auch 2019 konsequent fortgesetzt.“

Hintergrund Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Das ELR ist das zentrale Investitionsförderprogramm des Landes für den Ländlichen Raum. Ergänzend zu anderen Förderprogrammen und -kulissen im Ländlichen Raum wie Leader, Plenum, den zwei Biosphärengebieten und den sieben Naturparken gibt es Impulse, die Ländliche Regionen attraktiv und zukunftsfähig halten. Die grün-geführte Landesregierung will mit dem ELR den Ländlichen Raum nachhaltig stärken und hat das Programm seit 2012 auf die aktuellen Herausforderungen in Klimaschutz und Ressourceneffizienz ausgerichtet.

Im Sinne einer Politik für Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Lebensqualität im Ländlichen Raum führen Energieeinsparung, hohe Energieeffizienz, erneuerbare Energien oder umweltfreundliche Bauweisen bei privaten Projekten zu einem Fördervorrang und sind für kommunale Projekte Fördervoraussetzung.

Die Auswahl der Orte und der Projekte erfolgte in einem Wettbewerb der besten Ideen, basierend auf den Entwicklungskonzepten der Gemeinden. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz trifft jährlich die Programmentscheidung. Bis zur Aufnahme der Orte und Projekte in die Programmentscheidung wird auch die strukturverbessernde Wirkung der Projekte beurteilt. Je größer die strukturellen Mängel der Gemeinden, je schlüssiger und realistischer das Entwicklungskonzept und die geplanten strukturverbessernden Maßnahmen sind, desto größer ist die Chance zur Aufnahme in das ELR-Programm.

Mit dem ELR als zentralem und flexiblem Förderinstrument für den Ländlichen Raum unterstützt das Land die nachhaltige strukturelle Verbesserung in ländlich geprägten Gemeinden. Ziel ist es, den Ländlichen Raum als zeitgemäßen und attraktiven Wohn-, Lebens- und Arbeitsort zu erhalten, die ökologische und soziale Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen, den demografischen Veränderungsprozess zu gestalten, die dezentrale Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur des Landes zu erhalten sowie der Abwanderung entgegenzuwirken.

 

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