MdL Bärbl Mielich zu Besuch in Vogtsburg

Bürgermeister Benjamin Bohn begrüßte die Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich im Rathaus in Vogtsburg-Oberrotweil. Sie sei gerne gekommen um den neuen Bürgermeister kennen zu lernen, erklärte die Abgeordnete. Es sei ihr wichtig, mehr über die Visionen und Ziele zu erfahren und Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten. Als Landtagsabgeordnete wisse sie, dass Landespolitik und Kommunalpolitik nur zusammen umgesetzt werden könnten.

Das Gespräch im Rathaus drehte sich in erster Linie um die Gesundheitsversorgung in Vogtsburg und den dazu gehörenden Ortsteilen sowie über das Leben älterer Menschen in der Gemeinde. Mielich erläuterte das Konzept der selbstverantworteten Wohngruppen. „Wir wollen damit die Möglichkeit schaffen, dass ältere Menschen mit Unterstützungsbedarf in ihrem Dorf bleiben können. Damit wird der ländliche Raum als Lebensraum gestärkt und bleibt auch für ältere Menschen attraktiv.“

Ein weiterer Gesprächspunkt waren die Planungen des Polders Breisach-Burkheim im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms. Bärbl Mielich erklärte, sie habe sich dafür eingesetzt, dass die Variante ‚Erweiterte Schlutenlösung‘ in gleicher Weise und Tiefe geprüft werde wie die Variante ‚Ökologischen Flutungen‘. Nach Auskunft des RP habe die Prüfung allerdings ergeben, dass das erforderliche Retentionsvolumen bei der Variante `Erweiterte Schlutenlösung´ nicht erreicht werden könne.

Foto v. links- Siegfried Vogel, Kilian Schneider, Präsident des Badischen Weinbauverbandes, Bärbl Mielich, Bürgermeister Benjamin Bohn. Im Hintergrund Petra Vogel und Claudia Senn, Bauamtsleiterin Vogtsburg

Foto v. links- Siegfried Vogel, Kilian Schneider, Präsident des Badischen Weinbauverbandes, Bärbl Mielich, Bürgermeister Benjamin Bohn. Im Hintergrund Petra Vogel und Claudia Senn, Bauamtsleiterin Vogtsburg

Im Anschluss an das Gespräch im Rathaus besuchte die Abgeordnete das Weingut Vogel in Vogtsburg-Oberbergen. Das Weingut mit Straußenwirtschaft und Verkaufsraum liegt sehr beengt in einem Wohngebiet, was auch zu Problemen mit der Nachbarschaft führt. Die Familie Vogel möchte daher außerhalb der Ortschaft neu bauen. Probleme gibt es, da die Fläche für den Neubau des Weinguts sowohl in einem FFH- und Vogelschutzgebiet als auch im Bereich eines Regionalen Grünzugs und einer Regionalen Grünzäsur liegt. Ein Zielabweichungsverfahren wurde vom Regierungspräsidium positiv beschieden. Mit einer Petition der Landesverbände des NABU und des BUND, die sich gegen den Bau des Weinguts an dieser Stelle wendet, muss sich der Petitionsausschuss des Landtags noch befassen. „Der Kaiserstuhl wird geprägt durch seine Weinbaulandschaft und deren Bewirtschaftung. In dieser konkreten Situation muss sorgfältig zwischen den Belangen des Naturschutzes und dem berechtigten Anliegen des Weingutes Vogel abgewogen werden“ so Mielich. Sie werde sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht positionieren, aber die Eindrücke aus dem Vorortterminin mit nach Stuttgart nehmen.

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