„Kunst trotz Abstand“: Projekte im Landkreis profitieren

PRESSEMITTEILUNG

Musik und Tanz im Markgräflerland und in Merzhausen gefördert

Ob Musik, Schauspiel, Kino oder bildende Kunst: Kultur soll im kleineren Rahmen auch während der Corona-Pandemie möglich sein. Für dieses Ziel setzt sich die grün-geführte Landesregierung mit dem Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ ein.

Von der zweiten von drei Förderrunden profitiert auch der Markgräfler Musikverband e.V. mit Sitz in Ehrenkirchen. Für sein Programm „Musik schwingt über Grenzen“ erhält der Verein rund 50.000 Euro. 37.000 Euro erhält außerdem das „SHIBUI-Kollektiv“ aus Merzhausen für sein Tanz- und Performance-Projekt „Second Body“.

Bärbl Mielich, Grünen-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Breisgau, freut sich sehr, dass in dieser zweiten Förderrunde auch zwei Kulturangebote im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald von der Unterstützung profitieren. „Damit werden wir dem Anspruch gerecht, auch kleine Institutionen und Angebote im ländlichen Raum zu fördern“, betont sie.

In dieser Förderrunde wurden 62 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von 1,7 Millionen Euro ausgewählt. „Die Unterstützung der Kultur in diesen Zeiten ist schließlich enorm wichtig“, sagt Bärbl Mielich.

„Mir ist bewusst, dass es Kulturschaffende momentan nicht leicht haben. Es gelten Hygienestandards, die den Spielbetrieb, wie wir ihn in alter Form hatten, in dieser und auf absehbarer Zeit nicht möglich machen. Dennoch brauchen wir kulturelle Angebote – auch in Zeiten von Corona. Wir müssen diese schwierige Balance zwischen Gesundheitsschutz und öffentlichem kulturellem Leben hinbekommen. Genau das verfolgen wir mit dem neuen Kulturförderprogramm.“

Zum Programm „Kunst trotz Abstand“:

Das Impulsprogramm „Kunst Trotz Abstand“ schließt an das Programm „Kultur Sommer 2020“ an. Die Mittel stammen aus dem Masterplan Kultur BW, mit dem das Land dem Kulturbetrieb bereits im Mai eine Öffnungsperspektiv gegeben hat. Mit dem Impulsprogramm unterstützt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst die Arbeit von Kultureinrichtungen, Vereinen der Breitenkultur sowie freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern in Höhe von insgesamt 7,5 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Corona-Hilfsprogramm für Kunst und Kultur.

Gefördert werden künstlerische Darbietungen sowie die Entwicklung und Erprobung neuer Formate, zielgruppenspezifischer Angebote und künstlerischer Konzepte, die trotz der derzeitigen Auflagen umgesetzt werden können. Antragsberechtigt sind Kultureinrichtungen (zum Beispiel Soziokulturelle Zentren, Theater, Orchester, Bands und Ensembles, Museen, Kinos, Clubs etc.) sowie Vereine der Breitenkultur mit Sitz in Baden-Württemberg. Gefördert werden unter anderem Honorare für das Engagement freiberuflicher Künstlerinnen und Künstler aller Sparten sowie anteilige Honorarkosten, die Vereine der Breitenkultur für Chorleiter und/oder Dirigenten zahlen. Zu den Förderkriterien gehören künstlerische Qualität, Qualität der Zielgruppenansprache, der Beitrag des Projekts zur Positionierung und/oder Neuausrichtung des Antragstellers und dessen künstlerischen und kulturellen Angebots sowie die Angemessenheit der Kosten.

Anträge für die dritte und letzte Förderrunde können noch bis 4. Oktober über die Website des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst gestellt werden.

Zu den Corona-Hilfen für den Kulturbereich: 

Das Impulsprogramm ist ein Baustein von vielen zur Unterstützung des Kulturbereiches während der Corona-Pandemie. Insgesamt stellte und stellt das Land Baden-Württemberg der Kultur bisher mehr als 200 Millionen Euro an Corona-Hilfen zur Verfügung. Mehr als 75 Millionen Euro flossen über die Soforthilfen an Künstlerinnen und Künstler. Bundesweit einmalig bleibt hier die Aufstockung der Überbrückungshilfe des Bundes um einen fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von 1180 Euro durch das Land. Hinzukommen ein Corona-Hilfsfonds für Kunst- und Kultureinrichtungen (32,5 Millionen Euro), ein Soforthilfeprogramm für die Vereine der Breitenkultur (10 Millionen Euro) und die Programme „Kultur Sommer 2020“ (4 Millionen Euro) sowie das jetzt gestartete Nachfolgeprogramm „Kunst trotz Abstand“.

Das schreibt die lokale Presse:

ReblandKurier vom 7. Oktober 2020: https://www.baerbl-mielich.de/wp-content/uploads/2020/09/WZO_7.10.2020.png

Badische Zeitung vom 21. Oktober 2020: https://www.badische-zeitung.de/land-unterstuetzt-kulturschaffende–197101638.html

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