Internationaler Frauentag 2016: MdL Bärbl Mielich: „Wir machen uns stark für Frauenrechte, Selbstbestimmung und eine geschlechtergerechte Gesellschaft.“

„Für uns Grüne hat Frauenpolitik einen hohen Stellenwert. Wir kämpfen seit unserer Gründung für Frauenrechte, Selbstbestimmung und eine geschlechtergerechte Gesellschaft. Für uns sind Vereinbarkeit von Familie und Beruf aber auch von Familie und Politik sowie Beruf und Pflege von Angehörigen zentrale Aufgaben. Ich bin überzeugt, dass zukunftsfähige Politik nur dann Erfolg hat, wenn Frauen gleiche Chancen und Rechte haben“, so die Grüne Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich zum Internationalen Frauentag. „Wir brauchen die besten Köpfe – dazu gehören die vielen gut ausgebildeten Frauen im Land. Das Land geht dabei mit gutem Beispiel voran: Wir novellieren das Chancengleichheitsgesetz und werden damit den Frauenanteil in Führungsfunktionen des Öffentlichen Dienstes deutlich verbessern“, so Mielich.

Die Grünen treten landesweit mit den meisten Frauen zur Landtagswahl an, so auch im Wahlkreis Breisgau. Am Internationalen Frauentag betont deshalb Bärbl Mielich, Landtagskandidatin der Grünen: „ In 32 von 70 Wahlkreisen haben die Grünen Kandidatinnen nominiert. Der Frauenanteil von 45,7 Prozent liegt weit höher als bei allen anderen Parteien. Wir Grüne reden nicht nur über Chancengleichheit, wir praktizieren sie und sorgen dafür, dass mehr Frauen in den Landtag kommen“, sagt Mielich. Frauen in Führungspositionen seien bei den Grünen selbstverständlich. „Mit Edith Sitzmann als Fraktionsvorsitzender und Brigitte Lösch als Landtagsvizepräsidentin zeigen wir das mit Erfolg. Unser Ziel ist es, dass die Hälfte der politischen Ämter von Frauen übernommen wird. Nur so gewährleisten wir, dass Politik wirklich die Interessen Aller repräsentiert”, betont Bärbl Mielich. Dafür brauche es Instrumente zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch z.B. Beruf und Pflege von Angehörigen.

„Das Thema brennt vielen Frauen unter den Nägeln, wie sich auch bei meinem Frauenfrühstück am 6. März in Heitersheim zeigte. Ich konnte hier viele Anregungen mitnehmen und möchte diese in die Diskussionen einfließen lassen. Wir brauchen dringend andere Arbeitszeitmodelle. Dafür werde ich mich stark machen“, so Mielich.

Insgesamt folgten ca. 23 Frauen und mehrere Kinder der Einladung der Grünen Landtagsabgeordneten Bärbl Mielich und des Grünen Kreisverbands Breisgau-Hochschwarzwald, die unter dem Titel „Alles gemeinsam – geht das? Arbeits- und Familienleben im ländlichen Raum“ stand. In kurzen Impulsreferaten führen der Leiter der Unternehmenskommunikation der Firma Hekatron in Sulzburg, Andreas Kiesewetter, und die Geschäftsführerin der Sozialstation Südlicher Breisgau, Waltraud Kannen, in das Thema ein.

(v.li n.re): Andreas Kiesewetter, Bärbl Mielich MdL, Waltraud Kannen Foto: Dr. Nina Allweier

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Andreas Kiesewetter, Bärbl Mielich MdL, Waltraud Kannen
Foto: Dr. Nina Allweier

Dabei erläuterte Kiesewetter das familienfreundliche Konzept der Hekatron mit starker MitarbeiterInnenorientierung, das flexible Lösungen für unterschiedliche Lebensphasen mittels Zeitwertkonten, Wiedereinstiegsprogrammen und Ferienbetreuung für Kinder vorsieht und gleichzeitig in die Gesundheit der MitarbeiterInnen investiert. Das zahle sich aus, so Kiesewetter, denn die Wertschätzung der MitarbeiterInnen führe zu einer höheren Wertschöpfung des Unternehmens. Waltraud Kannen berichtete von dem UnternehmerInnen-Netzwerk Breisgau, zu dem neben der Sozialstation u.a. das Landratsamt Breisgau Hochschwarzwald und die Firma Dischinger gehörten, dessen Ziel die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege Angehöriger ist.

Dabei sei zum einen eine Sensibilisierung der ArbeitgeberInnen notwendig, zum anderen einfache Maßnahmen, wie z.B. die Möglichkeit, das Handy am Arbeitsplatz nutzen zu dürfen, um so im Notfall erreichbar zu sein. Auch Kannen betonte, dass ein Betrieb ohne seine ArbeitnehmerInnen nicht funktionsfähig und gut sei.

Das Land  investiert massiv in die Kleinkindbetreuung und die Ganztagsschule. Grün-Rot stellt für die Kleinkindbetreuung 2015/2016 1,455 Mrd. Euro bereit und stellt 572 Lehrerstellen für den Ausbau der Ganztagsgrundschule ein.  Betreuungsangebote seien das eine, so Mielich, flexible Arbeitszeitmodelle das andere. Hier müsse in Kooperation mit den Unternehmen und z.B. der Industrie- und Handelskammer eine stärke Sensibilisierung geschaffen werden. Denn, sagt Bärbl Mielich, es lohne sich für Unternehmen, den Bedürfnissen der Mitarbeiter*innen nach flexibleren Arbeitszeitmodellen (z.B. durch Gleitzeit, Zeitwertkonten etc.) entgegenzukommen. „Es ergibt sich eine Win-Win-Situation, denn zufriedene und gesunde Mitarbeiter*innen erbrächten bessere und zuverlässigere Leistung”, so die grüne Sozialpolitikerin. Hier gebe es noch einiges zu tun, sagt Bärbl Mielich.

 

 

 

 

 

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