Grundsätzliches zum Thema Honorarreform

Zu einer umfassenden Gesundheitsversorgung gehören auch die niedergelassenen ÄrztInnen. Viele von ihnen, vor allem AllgemeinmedizinerInnen, sind bereits jetzt 60 Jahre und älter. Es fehlen allerdings genügend ÄrztInnen, die vor allem im ländlichen Raum Niederlassungen übernehmen wollen. Das hat Gründe:

Standorte müssen familienvereinbar sein, eine gute Infrastruktur und ein gutes Bildungsangebot bieten, das sieht in der Realität oft anders aus. Mehr als die Hälfte der MedizinerInnen sind Frauen. Eine allein zu führende Landarztpraxis ist nur schwer mit dem Anspruch auch Zeit für die Familie zu haben vereinbar.

Außerdem werden die politischen Voraussetzungen einer Praxisübernahme nicht nur immer schwieriger, sie machen auch eine verlässliche Planung fast unmöglich. Entsprechend scheuen junge ÄrztInnen das hohe finanzielle Risiko einer Praxisübernahme.

Auch hier müssen wir politische Rahmenbedingungen schaffen, die diesen Bedenken begegnen. Wir stellen uns die Bildung von medizinischen Versorgungszentren (MVZ) vor, die von ÄrztInnen oder Kommunen geführt werden. Zusätzlich ist auch eine bessere Ausbildung von AllgemeinmedizinerInnen notwendig.

Verwandte Artikel