Gesprächsabend zum Thema „Alt werden im ländlichen Raum“ in der Gemeinde Glottertal

Am 17. Oktober 2013 fand um 19.30 Uhr in die Winzergenossenschaft Glottertal eine Gesprächsrunde und anschließende Diskussion zum Thema „ALT WERDEN IM LÄNDLICHEN RAUM“ auf Initiative des Grünen Landtagsabgeordneten Reinhold Pix statt. In das Thema führten durch Impulsvorträge Prof. Dr. Cornelia Kricheldorff, Gerontologin und Prorektorin der Katholischen Hochschule Freiburg mit dem Vortragstitel: „Zukunftskonzepte für das Leben und Wohnen im Alter“ und Bärbl Mielich MdL, Gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Baden-Württemberg mit dem Vortragstitel: „Wie kann die Landespolitik das Leben im Alter vor Ort unterstützen?“ ein. Die Moderation des Abends übernahm Reinhold Pix.

Mit dem Anstieg der Zahl von Menschen, die Hilfe und Unterstützung im Alltag und in der Pflege benötigen, stehen die Kommunen insbesondere im ländlichen Raum vor einer zentralen Herausforderung in der Gestaltung des Lebens und Wohnens im Alter. Dies gilt auch für die Gemeinden im Breisgau-Hochschwarzwald.

Sowohl auf der Ebene der Bundes- und der Landespolitik wie auf der Ebene der kommunalen Politik sind ein Umdenken und Weichenstellungen für die Zukunft erforderlich.
Prof. Dr. Cornelia Kricheldorff und MdL Bärbl Mielich stellten Ansätze für die Weiterentwicklung der Infrastruktur der Pflege aus Sicht der Gerontologie und der Landespolitik dar und skizzierten Ansätze, wie gerade Gemeinden im ländlichen Raum das Leben im Alter vor Ort in Kooperation mit Ansässigen bedarfsgerecht gestaltet werden kann. Ziel der Veranstaltung war es, in einen Dialog mit Betroffenen, Engagierten, Interessierten und Anbietern von Pflege- und Unterstützungsleistungen zu treten, um Möglichkeiten aufzuzeigen und zu erproben, wie die kommunale Praxis für die Menschen verändert werden kann.

„Älter werden bedeutet nicht nur Risiko, sondern ist auch eine Chance“, lautete die Kernaussage des lehrreichen Vortrages der Professorin und Prorektorin der Katholischen Hochschule Freiburg, Cornelia Kricheldorff. Die Besucher im Saal waren sich jedenfalls darüber einig, dass dieses Referat noch in so vielen Gemeinden wie möglich gehalten werden sollte.
„Angesichts der wachsenden Zahl pflegebedürftiger Menschen und der oftmals großen räumlichen Entfernung zwischen den Generationen, werden örtliche Unterstützungssysteme und gemeinschaftliche Wohnprojekte immer wichtiger“, lautete ein Grundgedanke ihrer Ausführung. Der Appell zur aktiven Beteiligung und zum Engagement aller Bürger kam an diesem Abend mehrmals zum Tragen. Auf die steigende Zahl schließender Arztpraxen auf dem Land in den kommenden Jahren wies Mielich gleich zu Beginn ihres Vortrages hin. Eine gesicherte Gesundheitsversorgung habe sie sich deshalb ganz oben auf ihre Agenda. Von dem Konzept kleiner betreuter Wohngruppen mit bis zu zwölf Bewohnern, wie beispielsweise in Eichstetten bereits praktiziert, zeigte sich Mielich begeistert.

Ausführlich berichtete die Badische Zeitung am 25.10.2012 über die Infoveranstaltung in der Gemeinde Glottertal:
aelter-werden-ist-auch-eine-chance–64932726.html

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