ELR-Förderung in Baden-Württemberg

Pressemitteilung

 ELR-Förderung in Baden-Württemberg

MdL Mielich: „Das Land investierte in den letzten fünf Jahren hauptsächlich in die Bereiche Wohnen, Arbeit und Grundversorgung“

„Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist eines der wichtigsten Instrumente zu Förderung der ländlich geprägten Regionen in Baden-Württemberg“, erklärt Bärbl Mielich. „Die Förderung von Projekten im ländlichen Raum hilft, die Infrastruktur in den Dörfern zu erhalten oder da, wo sie bereits weggebrochen ist, wieder neu zu beleben“.

Auf Anfrage der Grünen im Landtag liegen erstmals detaillierte Zahlen zur Förderung der Regionen seit 2011 vor.

Im Zeitraum von 2011-2015 erhielten die Gemeinden im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 8.371.785 Euro Mio. Euro aus dem ELR. Die Landesmittel flossen in kommunale und private Projekte. So wurden Projekte zur Schaffung von Wohnraum mit 2.070.852 Euro gefördert, z. B. der Umbau leerstehender Ökonomiegebäude zu Wohnungen und deren Sanierung. Für den Bereich Gemeinschaftseinrichtungen flossen 2.777.717 Euro in den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, und Projekte zum Thema Arbeiten wurden mit 3.284.776 Euro gefördert. Der Grundversorgung wurde mit 67.980 Euro unterstützt. U. a. erhielt der Dorfladen Britzingen eine Förderung aus dem ELR-Programm.

„Unsere Region ist gut aufgestellt. Gleichzeitig haben wir Herausforderungen zu meistern, wie den demografischen Wandel, den Klimawandel und die Digitalisierung. Die ELR-Förderung unterstützt daher beispielhafte Projekte, die in diesen Bereichen Impulse setzen“, so MdL Bärbl Mielich. Dazu gehören etwa die Umgestaltung von Dorfkernen, innovative Wohnprojekte, Förderung von Hof- und Dorfläden, Gemeinschaftseinrichtungen für gesellschaftliche Zwecke, etc.

In den vergangenen Jahren hat die Landesregierung das Programm weiterentwickelt. So wurde beispielsweise eine umwelt- und ressourcenschonende Bauweise Voraussetzung für die Bewilligung und führte zum Vorrang für private Bauprojekte. „Diesen ökologischen Ansatz werden wir noch verstärken. Ab 2017 fördert das ELR-Programm innovative Holzbaulösungen in der Tragwerkskonstruktion besonders. Auch dieser Schwerpunkt ist für Projekte in unserem Kreis interessant“, so MdL Bärbl Mielich.

Neu ist laut MdL Mielich auch die Möglichkeit, bürgerschaftliche Entwicklungsprozesse, z. B. Projektentwicklungen zu fördern. „Das schafft Akzeptanz für die Projekte und Identifikation mit den Entwicklungsschritten der Gemeinde. Häufig weckt die Beteiligung auch Interesse für Kommunalpolitik“. Mielich appelliert zudem an die Gemeinden, noch stärker auf interkommunale Projekte zu setzen. „Gerade in der Daseinsvorsorge bei Themen wie Mobilität, Lebensmittel- und medizinischer Versorgung wird Kooperation über Gemeindegrenzen hinweg in Zukunft immer wichtiger werden“, so MdL Bärbl Mielich.

Die Anträge und Ideen zum ELR kommen aus den Kommunen, werden bei den Landkreisen und Regierungspräsidien priorisiert und geprüft und von der Landesregierung bewilligt. Die geförderten Projekte werden anteilig von Antragstellern und Land (ELR) finanziert.

Das Programm ist beliebt bei den Kommunen im Ländle: Zwischen 2011 und 2015 lag das Gesamtinvestitionsvolumen bei über 2,4 Mrd. Euro. Unter anderem wurden nach Angaben der Landesregierung 1.900 Wohnungen gefördert, 7.200 Arbeitsplätze geschaffen und 27.000 Arbeitsplätze gesichert.

 

Hintergrund Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

  • Das ELR ist das zentrale Investitionsförderprogramm des Landes für den Ländlichen Raum. Ergänzend zu anderen Förderprogrammen und -kulissen im Ländlichen Raum, wie Spitze auf dem Land, RegioWin, Leader, den Biosphärengebieten Schwäbische Alb und Schwarzwald sowie den sieben Naturparken gibt es Impulse, die Ländliche Regionen attraktiver machen.
  • Über das ELR wurden zwischen 2011 und 2015 landesweit über 4.100 Projekte mit einem Zuschussvolumen von 274 Mio. Euro gefördert. Das Gesamtinvestitionsvolumen lag bei über 2,4 Mrd. Euro. Dadurch wurden rund 1.900 Wohnungen gefördert, 7.200 Arbeitsplätze geschaffen und 27.000 Arbeitsplätze gesichert.
  • Die Auswahl der Orte und der Projekte erfolgt in einem Wettbewerb der besten Ideen, basierend auf den Entwicklungskonzepten der Gemeinden. Je größer die strukturellen Mängel der Gemeinden, je schlüssiger und realistischer das Entwicklungskonzept und die geplanten strukturverbessernden Maßnahmen sind, desto größer ist die Chance zur Aufnahme in das ELR-Programm.

Die Pressemitteilung kann hier als PDF heruntergeladen werden:

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