Edith Sitzmann MdL und Bärbl Mielich MdL besuchen Secondo Secondhand-Kaufhaus in Umkirch

Pressemitteilung

Edith Sitzmann MdL: „Sozialkaufhäuser leisten einen wichtigen Beitrag für die berufliche Integration von Langzeitarbeitslosen“

Bärbl Mielich MdL: „Wiederverwertung gebrauchter Güter und Beschäftigungsförderung werden hier sinnvoll verbunden“

Peter Braun, Geschäftsführer Secondo: „Unser zentrales Ziel ist es, Langzeitarbeitslose eine Aufgabe und Struktur zu geben“

Edith Sitzmann, Fraktionsvorsitzende der grünen Landtagsfraktion und Wahlkreisabgeordnete, sowie Bärbl Mielich, Vorsitzende des Sozialausschusses im Landtag, besuchten am 12.03.2014 das Secondo Secondhandkaufhaus in Umkirch, um sich vor Ort ein Bild von der Arbeit desselben zu machen. Geschäftsführer Peter Braun führte die beiden grünen Landtagsabgeordneten durch das Kaufhaus und erläuterte ihnen das dahinter stehende Konzept.

von li nach re: Edith Sitzmann, Peter Braun, Bärbl Mielich

von li nach re: Edith Sitzmann, Peter Braun, Bärbl Mielich

Fraktionsvorsitzende Sitzmann war vom vielseitigen und organisierten Produktsortiment des Kaufhauses angetan: „Das Kaufhaus bietet allen Menschen die Möglichkeit, günstig einzukaufen. Es ist ein Ort der Begegnung für Menschen verschiedenster Lebenslagen.“
Sozialpolitikerin Mielich lobte, dass das Konzept des Kaufhauses zwei sinnvolle Ziele miteinander verbinden würde: „Secondo verwertet einerseits gebrauchte Güter wieder und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Abfallvermeidung. Andererseits unterstützt es Menschen, die lange arbeitslos waren, bei einem Wiedereinstieg in ein Beschäftigungsverhältnis. Dieses Projekt ist aus ökologischer und sozialer Sicht wichtig.“
Geschäftsführer Peter Braun wies auf die Schwierigkeiten hin, mit denen das Sozialkaufhaus zu kämpfen habe: „Wir müssen die Arbeit mit immer weniger Arbeitskräften stemmen. Die öffentliche Unterstützung bricht zusehends weg.“ Das Kaufhaus erhalte derzeit nur noch öffentliche Zuschüsse in Höhe von 20-30% seiner Gesamtkosten. Den Rest müsse das Kaufhaus durch Erlöse erwirtschaften – und das mit immer weniger Personal. „Wir bilden Menschen aus und geben denjenigen, die bisher keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hatten, eine Perspektive. Zudem leisten wir einen bedeutenden Beitrag zur Abfallvermeidung, ein erklärtes Ziel des neuen deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Aus unserer Sicht brauchen wir hierfür mehr Unterstützung.“

Sitzmann und Mielich wiesen darauf hin, dass die grün-rote Landesregierung das Landesprogramm „Gute und sicher Arbeit“ auf den Weg gebracht habe und derzeit dabei sei, das Abfallvermeidungsprogramm auszuarbeiten. Die beiden grünen Abgeordneten sagten zu, die offenen Punkte zu erfragen: „Warum das Landesprogramm ‚Gute und sichere Arbeit’ und das damit verbundene Stellenkontingent für den Landkreis hier vor Ort scheinbar nicht angekommen ist, werden wir prüfen.“
Sitzmann: „Wir werden schauen, wie solche Projekte, die Abfall vermeiden, unterstützt werden können.“ Die Fraktionsvorsitzende wies zudem darauf hin, dass die grün-rote Landesregierung beim Thema Abfallvermeidung sehr weit sei und derzeit das Landesabfallvermeidungsprogramm ausarbeite.

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