Bärbl Mielich trifft Heitersheims Bürgermeister Martin Löffler

Am 22.06.2012 traf die Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich den Rathauschef von Heitersheim, Martin Löffler, in der Villa Artis, um mit ihm über die Themen Infrastrukturentwicklung, Inklusion, Elternbeiträge für Kindergärten nach dem Württemberger Modell sowie die Frage, wie Heitersheim den demographischen Wandel gestalten will, zu sprechen.


Bürgermeister Martin Löffler betonte in dem Austausch, dass die Elternbeiträge für Kinderbetreuungseinrichtungen nach dem Württemberger Modell sozial ungerecht seien und dringend einer Korrektur bedürften. Seit 2009 empfiehlt der Gemeindetag Baden-Württemberg dieses Modell. Elternbeiträge errechnen sich nur aus der Zahl der in einem Haushalt lebenden Kinder unter 18 Jahren, ohne die Einkommensverhältnisse zu berücksichtigen. Seit 2012 werde das durch ein neues Steuergesetz ad absurdum geführt, so Löffler. Danach können Kinderbetreuungskosten bis 4000 Euro jährlich geltend gemacht werden. Das gewähre bei gleichen Beiträgen Eltern mit hohem Einkommen und Steuersatz mehr Rückerstattung als jenen mit niedrigen, die somit mehr zahlen. „Gut verdienende Eltern sollten eher stärker zur Kasse gebeten werden“, forderte Bärbl Mielich in ihrem Gespräch mit dem Bürgermeister. Eine beitragsfreie Betreuung halte sie für unrealistisch, so Mielich. Wichtiger sei es, die Betreuungssituation von unter drei Jahren bis zur Schule grundsätzlich abzusichern. Heitersheim sei mit dem Hort an der Grundschule auf einem guten Weg.
Lobende Worte fand die Abgeordnete auch für das Inklusionsprojekt der Villa artis. Die Einbindung von zwölf Menschen mit Behinderung in die Gastronomie beweise eindrucksvoll deren mögliche Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt.

Die Badische Zeitung berichtete am 25. Juni 2012 ausführlich über den Besuch der Landtagsabgeordneten in Heitersheim:
lob-fuer-inklusion-in-villa-artis–60942277.html

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