Reduzierung von freiheitsentziehenden Maßnahmen in Pflegeeinrichtungen – Baden-Baden als Vorbild

„Freiheitsentziehende Maßnahmen sind ein schwerer Eingriff in die Rechte eines pflegebedürftigen Menschen. Deshalb unterstützen wir Grüne seit vielen Jahren das Projekt ReduFix zur Reduzierung von freiheitsentziehenden Maßnahmen und freuen uns über den einzigartigen Erfolg in Baden-Baden“, erklärt Bärbl Mielich, Vorsitzende des Sozialausschuss im Landtag von Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt der Baden-Badener Initiative stand in den vergangen zwei Jahren ein Schulungs- und Beratungsangebot, das von allen 13 Pflegeeinrichtungen in Anspruch genommen wurde. 

Dabei gelang es allen Einrichtungen die freiheitsentziehenden Maßnahmen zu reduzieren, sodass in Baden-Baden die Nullfixierung Realität wurde. Das hat vorher noch keiner geschafft. 

Aus diesem Grund findet am Dienstag, 15.12.2015 um 09.30-11.00 Uhr im alten Ratssaal der Stadt Baden-Baden eine Festveranstaltung statt, bei der alle Einrichtungen zertifiziert werden. Teilnehmen werden weiterhin der Präsident des Landgerichts Baden-Baden Herr Hans-Joachim Doderer und der Projektleiter von ReduFix Prof. Dr. Thomas Klie der Evang. Hochschule Freiburg. 

Freiheitsentziehende oder freiheitseinschränkende Maßnahmen sind zum Beispiel Bettgitter, Bettgurte und Beruhigungsmittel. Sie werden häufig eingesetzt, um Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeeinrichtungen oder Patientinnen und Patienten vor Verletzungen, Stürzen oder am unbeaufsichtigten Verlassen der Einrichtung zu hindern. Eingesetzt werden diese Maßnahmen vor allem bei Menschen mit auffälligen Verhaltensweisen, etwa motorischer Unruhe und Weglauftendenz, wie sie bei Menschen mit Demenzerkrankung häufig vorkommen. 

 

Verwandte Artikel