Ralph Heinisch, Geschäftsführer Weleda; MdL Bärbl Mielich

MdL Mielich und MdL Schneidewind-Hartnagel besuchen die Weleda GmbH in Schwäbsich Gmünd

PRESSEMITTEILUNG: “Wir brauchen ein gleichberechtigtes Nebeneinander von Alternativ- und Schulmedizin”

Auf Einladung der Weleda GmbH in Schwäbisch Gmünd besuchte der Arbeitskreis Gesundheit und Soziales der Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg am 12.07.2013 den für seine ökologische und nachhaltige Naturkosmetik und Medizin bekannten Betrieb. Bereits seit 90 Jahren entwickelt und stellt Weleda Produkte auf der Basis eines ganzheitlichen Ansatzes her. Der Geschäftsführer Ralph Heinisch betont in seinen einführenden Worten an die Delegation aus Stuttgart die anthroposophische Zielsetzung: “Die Gesundheit des Menschen zu erhalten, zu fördern und wiederherzustellen ist das Ziel von Weleda. Auf diesem Gebiet haben wir Pionierarbeit geleistet”. Die ganzheitliche, d. h. Körper, Seele und Geist umfassende Vorstellung vom Menschen führe in der Anthroposophie zu einem erweiterten Verständnis von Natursubstanzen und deren Wirkungszusammenhängen – und damit zu einem erweiterten Qualitätsverständnis.
Ralph Heinisch wies zudem auf die Betriebsphilosophie hin, die zum einen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf beinhalte, und zum anderen mit dem “we care”-Projekt die persönlichen Schicksale und Biographien ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Blick nehme und nach Lösungen suche. Ein Generationennetzwerk sei bespielsweise geschaffen worden, in dem ältere Menschen Kinder von Weleda-MitarbeiterInnen beaufsichtigten, erläutert Heinisch. Beeindruckt zeigten sich MdL Bärbl Mielich und MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel: “Die Weleda wurde nicht zu Unrecht mehrfach für ihr gutes Betriebsklima ausgezeichnet. Hier begegnet man sich auf Augenhöhe, die Sorgen und Freuden der Angestellten werden Ernst genommen, ihre Wünsche respektiert, so dass ein Klima des Vertrauens entstehen kann”.

Ralph Heinisch, Geschäftsführer Weleda; MdL Bärbl Mielich

Ralph Heinisch, Geschäftsführer Weleda; MdL Bärbl Mielich

Auf dem Programm stand nach der kleinen Vorstellung eine Führung durch den Heilpflanzengarten etwas außerhalb von Schwäbisch Gmünd

MdL Bärbl Mielich; Michael Straub (Weleda GmbH)

MdL Bärbl Mielich; Michael Straub (Weleda GmbH)

sowie im Anschluss ein Gespräch zu den Themen Komplementärmedizin/Verpflichtende Integration der Komplementärmedizin in das Curriculum des Medizin-Studiums. Der Garten zeigte sich in seiner ganzen Pracht, die Calendula, auf deren Basis z. B. eine Wundsalbe hergestellt wird, steht zur Zeit in voller Blüte.
Weleda Calendulablüte

Wissenswertes rund um die Heilpflanzen und -kräuter, deren Zuordnung zu Planeten und Metallen, wie es in der Anthroposophie auf Grundlage von Goethes Lehren dargestellt ist, vermittelten Michael Straub und Dr. Samir Kedwani, Leiter der Herstellung. “In diesem Garten wird die Philosophie von Weleda, den Menschen im Einklang mit anderen Menschen, sich selbst und der Natur zu begreifen, erfahrbar”, so Bärbl Mielich.

v. l n. r.: Carola Maute-Stephan, Geschäftsführerin VCI Baden-Württemberg, MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Frauenpolitische Sprecherin Fraktion Grüne), MdL Bärbl Mielich (Gesundheitspolitische Sprecherin Fraktion Grüne), Dr. Samir Kedwani (Weleda GmbH, Leiter der Herstellung), Dr. Nina Allweier (Referentin von MdL Bärbl Mielich), Ralph Heinisch (Weleda GmbH, Geschäftsführer), Patricia Battke (Referentin von MdL Thomas Poreski), Natalie Pavlovic (Referentin von MdL Thomas Poreski), Burkhard Mielich, Dr. Barbara Sterner (Weleda GmbH, Management Gesundheitspolitik), Leonie Dirks (Parlamentarische Beraterin für Gesundheit und Soziales Fraktion Grüne).

v. l n. r.: Carola Maute-Stephan, Geschäftsführerin VCI Baden-Württemberg, MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Frauenpolitische Sprecherin Fraktion Grüne), MdL Bärbl Mielich (Gesundheitspolitische Sprecherin Fraktion Grüne), Dr. Samir Kedwani (Weleda GmbH, Leiter der Herstellung), Dr. Nina Allweier (Referentin von MdL Bärbl Mielich), Ralph Heinisch (Weleda GmbH, Geschäftsführer), Patricia Battke (Referentin von MdL Thomas Poreski), Natalie Pavlovic (Referentin von MdL Thomas Poreski), Burkhard Mielich, Dr. Barbara Sterner (Weleda GmbH, Management Gesundheitspolitik), Leonie Dirks (Parlamentarische Beraterin für Gesundheit und Soziales Fraktion Grüne).

Das anschließende Gespräch bot Gelegenheit, einzelne Aspekte zu vertiefen. Seitens der Weleda wurden u. a. die Punkte, allergene Duftstoffe in Kosmetika, die Notwendigkeit der Anerkennung und Finanzierung von komplementärmedizinischen Therapien und Medikamenten durch alle Krankenkassen sowie deren Berücksichtigung im EU-Rahmengesetz genannt. Für Bärbl Mielich und Charlotte Schneidewind-Hartnagel war insbesondere der Hinweis auf die kürzliche Entscheidung des Schweizer Bundesrats, die Komplementärmedizin verpflichtend in der Ausbildung von Medizinerinnen und Medizinern zu verankern, entscheidend. “Wir brauchen ein gleichberechtigtes Nebeneinander von Alternativ- und Schulmedizin”, so Bärbl Mielich. “Die Schweiz hat hier einen Vorstoß unternommen, nun sollte Deutschland nachziehen. Patientinnen und Patienten sollen die ganze Palette an Therapieformen haben und sich nicht aufgrund finanzieller Überlegungen auf eine Form festlegen müssen”. “Ein Lehrstuhl für Komplementärmedizin in Baden-Württemberg ist eines unserer grünen Ziele”, betonen Mielich und Schneidewind-Hartnagel am Ende des Besuchs.

Die Gmünder Tagespost berichtete am 19.07.2013 über den Besuch:
http://www.gmuender-tagespost.de/regional/schwaebisch-gmuend/679999

Verwandte Artikel