Land setzt auf Akademisierung der Pflegeberufe

Die grün-rote Landesregierung weitet die Zahl der Studienplätze in den Bereichen Pflege, Physiotherapie und Hebammenwesen massiv aus. Das geht aus einer Ausschreibung
von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) für ein Hochschulausbauprogramm zur „Akademisierung der Gesundheitsberufe“ hervor. Danach sollen in den kommenden
beiden Wintersemestern in diesem Bereich „bis zu 570 zusätzliche Studienanfängerplätze“ eingerichtet werden.
Bei den Pflegeberufen sei mittelfristig eine Akademikerquote von bis zu 20 Prozent das Ziel, sagte die Vorsitzende des Sozialausschusses im Landtag, Bärbl Mielich (Grüne), der SÜDWEST PRESSE. Derzeit liegt die Quote nur bei etwa drei Prozent. Ziel der Offensive sei eine Aufwertung der arztnahen Berufe, so Mielich. „Wir müssen weg von einer arztzentrierten, hin zu einer interdisziplinären Versorgungsstruktur“, sagt Mielich.
Das Programm zur „Akademisierung der Gesundheitsberufe“ wird in diesem und im nächsten Jahr mit je zehn Millionen Euro unterlegt. „Es ist auch wichtig, dass in diesen Bereichen geforscht wird, um den Blickwinkel über die Medizin hinaus zu weiten“, betonen Mielich und Häffner. Die Fachpolitikerinnen gehen davon aus, dass viele Hochschulen Interesse am neuen Angebot haben.

Die Badische Zeitung berichtete am 13.03.2015:
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/hebamme-und-pfleger-sollen-studiert-haben–101763516.html

Die Südwestpresse berichtete ebenfalls am 13.03.2015:
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/Land-setzt-auf-Akademisierung-der-Pflegeberufe;art4306,3106529
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Land-will-Akademisierung-der-Pflegeberufe-massiv-ausweiten;art1158742,3106343

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