Kampagne zur Stärkung der natürlichen Geburt gestartet

PRESSEMITTEILUNG
28.03.2014

MdL Bärbl Mielich: “Diese Initiative wird von Hebammen, Frauenärzten, den Verbänden, den Kassen, dem Sozialausschuss und dem Sozialministerium getragen .Wir wollen damit ein zeichen setzen für mehr Selbstbestimmung und Vertrauen in die eigene Stärke von werdenden Müttern”.

Mit einer Auftaktveranstaltung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart wurde am 28.03.2014 die Kampagne zur Stärkung der natürlichen Geburt unter Federführung der Sozialministerin Katrin Altpeter eröffnet.
Schwanger sein und das Gebären neuen Lebens sind etwas Wunderbares. Zugleich auch etwas Natürliches und Normales. Dennoch wird vor allem der Geburtsvorgang zunehmend als Risiko begriffen. Der Anteil natürlicher Geburten sinkt und die Anzahl der Kaiserschnittentbindungen hat sich entsprechend von 14 Prozent im Jahr 1990 auf mittlerweile 33 Prozent verdoppelt. „Die operative Geburt ist nicht per se unproblematisch. Sie ist ein erheblicher operativer Eingriff, der auch kurz- und langfristige Risiken für Mutter und Kind birgt”, betont die Gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Würrtemberg, Bärbl Mielich in ihrer Rede zur Vorstellung der Kampagne. Es seien oft Verunsicherung und Angst, welche die Entscheidung gegen eine natürliche Geburt beeinflussten, so Mielich weiter. Selbstbestimmt und ohne Angst sollten sich Frauen und auch Männer auf die Geburt ihres Kindes freuen, formulierte die grüne Abgeordnete das Ziel der Kampagne.

Die Kampagne zur Stärkung der natürlichen Geburt, die im Sommer 2012 in Form eines RundenTisches entwickelt und mit Beschluss vom 12. Dezember 2012 durch das Sozialministerium umgesetzt wurde, möchte genau das erreichen:
Die Kampagne will der Darstellung des natürlichen Geburtsvorgangs als Krankheit entgegenwirken. Sie setzt an zwei Ebenen an. Zum einen richtet sie sich mit der Homepage, Flyern und Plakaten an werdende Eltern. Gefördert wird das Verständnis der Geburt als natürlicher Vorgang durch Beratung und Aufklärung von werdenden Müttern. Zum anderen möchte die Kampagne die Zusammenarbeit von Frauenärztinnen und Frauenärzten, Krankenhäusern und Hebammen verbessern. Zum Ausbau gegenseitiger Akzeptanz und einer engen Kooperation sollen Regionalkonferenzen der Berufsverbände stattfinden.

“In einem bisher einmaligen, breiten Zusammenschluss relevanter Akteurinnen und Akteure in Baden-Württemberg wurde die Informationskampagne gestartet”, so Mielich. “Wir wollen in den nächsten vier Monaten möglichst viele junge Frauen mit unserer Kampagne erreichen und laden mit unserer Homepage zu einem regen Austausch auch von Erfahrungsberichten ein”.

Alle Informationen zur Kampagne finden Sie auf der Homepage:
http://www.natuerlichegeburt-bw.de/

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