Fraktionsklausur – Der AK Soziales besucht Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Heidenheim

Im Rahmen Ihrer dreitägigen Fraktionsklausur, die vom 10. bis zum 12. Januar 2012 in Aalen stattfand, haben die Grünen Landtagsabgeordneten und Mitglieder des Arbeitskreises für Soziales, Bärbl Mielich und Manfred Lucha, die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Heidenheim besucht, um sich vor Ort über die psychiatrischen Versorgungsstrukturen zu informieren und sich mit Praktikern über die neuen psychiatriepolitischen Vorhaben der grün-roten Landesregierung auszutauschen.
Bärbl Mielich, die schon zum dritten Mal in einem Jahr das Heidenheimer Klinikum besuchte, lobte die Arbeit der Klinik: „Diese Klinik hat viele Alleinstellungsmerkmale. Neben der Abteilung für Homöotherapie, zählt für mich insbesondere die Klinik für Psychiatrie dazu.“ Insbesondere die gelungene interdisziplinäre Zusammenarbeit in Heidenheim kann beispielhaft für andere Kliniken sein. „In dieser Klinik wird der Respekt für den Menschen gelebt und die psychische Erkrankung als positive Herausforderung begriffen, dem Menschen eine Hilfeleistung zu geben“, sagte Manfred Lucha. Den Ansatz und die Verzahnung der stationären und ambulanten Behandlung sollen auch im geplanten Gesetz Niederschlag finden, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Soziales der Fraktion Grüne.
Die beiden Sozialpolitiker der Grünen betonten, welch hohen Stellenwert die Fraktion Grüne dem Thema Psychiatriepolitik beimisst. Die grün-rote Landesregierung wird ein neues Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychisch Kranke erarbeiten, welches die Bedürfnisse psychisch kranker Menschen in den Mittelpunkt rückt. Der intensive Austausch mit Betroffenen und Menschen aus der Praxis ist für die Erarbeitung des Gesetzes eine zentrale Grundlage.
Klinikchefarzt Dr. Martin Zinkler und Mitarbeiter aus seinem Team diskutierten mit den Gästen über Entwicklungen in der psychiatrischen Vollversorgung für den Landkreis und über Möglichkeiten der weiteren Vernetzung der Behandlungspartner. Dr. Zinkler sagte: „Es ist immer gut, wenn sich Politik für Psychiatrie interessiert.“ Er erläuterte ausführlich den praktizierten Ansatz mit offenen Türen zu arbeiten und berichtete vom Konzept der peer-to-peer Beratung (von Betroffenen für Betroffene), welches er aus seiner Zeit in Großbritannien mitgebracht und in Heidenheim eingeführt hat.

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