Spätere Abschaltung von Fessenheim ist völlig falsches Signal

PRESSEMITTEILUNG
08.09.2016

Mit Enttäuschung und großem Unverständnis reagierten die Grünen Abgeordneten aus Freiburg und dem Breisgau auf die Berichte über eine Abschaltung des Atomkraftwerks Fessenheim nicht vor Ende 2018. Der französische Präsident Hollande hatte mehrfach versprochen, das Atomkraftwerk 2016 vom Netz zu nehmen. „Für die Menschen in der Region ist es unerträglich, dass dieses Versprechen nun gebrochen wird. Die Bundesregierung muss die Zusagen von Hollande einfordern und sich aktiv dafür einsetzen, dass Fessenheim wie geplant 2016 vom Netz geht“, so Kerstin Andreae. Bärbl Mielich ergänzt: „Fessenheim ist das älteste und wohl gefährlichste Atomkraftwerk in Frankreich und muss endlich abgeschaltet werden. Mit jedem weiteren Tag, an dem das AKW in Betrieb ist, gefährdet die französische Regierung die Gesundheit der Bevölkerung am Oberrhein. Die Stilllegung des AKW Fessenheim darf nicht von der Inbetriebnahme des Euroreaktors in Flamanville abhängig gemacht werden“.  „Einzelne oder beide Blöcke des Atomkraftwerks Fessenheim waren in den letzten Monaten ständig durch Störfälle außer Betrieb. Das zeigt doch, dass die Region auch ohne Fessenheim ausreichend mit Strom versorgt ist“, so Edith Sitzmann abschließend. Gemeinsam appellieren die drei Abgeordneten an die Verantwortlichen in Frankreich, das Atomkraftwerk Fessenheim aus Sicherheitsgründe umgehend stillzulegen.

Kerstin Andreae, Stv. Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
Edith Sitzmann, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Baden-Württemberg
Bärbl Mielich, Mitglied des Landtags Baden-Württemberg und Vorsitzende des Sozialausschuss

Siehe auch die Pressemitteilung von Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft zum Thema: PM164 Franz Untersteller 08.09.2015

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