MdL Mielich: „Keine weitere Flickschusterei, sofortige Stilllegung des AKW Fessenheim“

PRESSEMITTEILUNG

„Die Flickschusterei im Atomkraftwerk Fessenheim darf so nicht weitergehen“, fordert die Grüne Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich. „Zufriedenstellend ist eine schlechte Note für eine Anlage mit dem Gefahrenpotential eines Atomkraftwerks. Hinzu kommt, dass die von der ASN geforderten Nachrüstungsmaßnahmen das Atomkraftwerk nicht sicher machen“. Die verlangte Verstärkung der Bodenplatte sei so wie von der EdF ge-plant nicht mehr als ein kleines Pflaster auf eine große Wunde. Eine Verstärkung um 50 cm auf dann 2 m, wie sie die EdF plant, sei nur Augenwischerei, verbessere aber die Sicherheit des Atomkraftwerks nicht. „Die wirklich großen Probleme wie Erdbebensicherheit, Überschwemmungsgefahr bei einem Bruch des Kanals, Verstärkung des Containments zur Absicherung bei einem Flugzeugabsturz werden nicht wirksam angegangen“, empört sich die Abgeordnete. „Unter diesen Voraussetzungen gibt es nur eins, das Atomkraftwerk sofort stillzulegen“, so ihre klare Forderung. „Ich erwart-evon Präsident Hollande, dass er mit Rücksicht auf die Sicherheit der Bevölkerung sein Wahlversprechen schnell einlöst. Das Atomkraftwerk Fessenheim ist eine permanente Bedrohung für die ganze Region. Jeder Tag an dem dieses Atomkraftwerk weiterläuft ist ein Tag zu viel“, so Bärbl Mielich.

Die ASN hatte den Zustand des Atomkraftwerks Fessenheim als zufriedenstellend bezeichnet und im Rahmen des europäischen Stresstests zur Auflage gemacht, dass die Bodenplatte im Atomkraftwerk Fessenheim verstärkt werden müsse, damit im Falle einer Kernschmelze das Grundwasserreservat des Oberrheingrabens besser vor dem Eindringen der radioaktiven Magma geschützt sei. Zudem solle eine Grundwasserpum-pe das Notkühlsystem verbessern. Laut Pressemeldungen haben die Kontrolleure der französischen Atomaufsicht (ASN) bei einer Sicherheitsprüfung der französischen Atomkraftwerke nach der Atomkatastrophe von Fukushima im Schnitt 40 Schwachstel-len pro Anlage festgestellt, aber dennoch unter Auflagen grünes Licht für den Weiterbetrieb gegeben.

Die PM ist hier als PDF hinterlegt:
pm-fessenheim6072012

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