Wieder Störfall im AKW Fessenheim

Pressemitteilung

MdL Mielich fordert erneut sofortige Stilllegung der Anlage

„Mit jedem Störfall wächst die Sorge vor einem großen Unfall mit austretender Radioaktivität und damit verheerenden Folgen für die ganze Region. Das Atomkraftwerk ist in die Jahre gekommen und mit dem Alter steigt das Sicherheitsrisiko. Deshalb appelliere ich erneut an die EdF und die französische Regierung, das Atomkraftwerk sofort vom Netz zu nehmen und die endgültige Stilllegung umgehend einzuleiten“. Mit diesen deutlichen Worten reagiert die Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich auf den erneuten Zwischenfall im Atomkraftwerk Fessenheim.

Bärbl Mielich weist darauf hin, dass die von der französischen Atomaufsichtsbehörde verlangten Nachrüstungsmaßnahmen die Sicherheit des Atomkraftwerks kaum erhöhen. Die Verstärkung der Bodenplatte sei keine Maßnahme zur Verbesserung der Sicherheit oder der Verhinderung einer Kernschmelze, sondern zur Reduzierung des Schadens nach einem schweren Unfall. Diese Maßnahme solle bei einer Kernschmelze das Durchschmelzen des Reaktordruckgefäßes und das Eindringen der flüssigen Magma in den Untergrund und das Grundwasser verhindern oder hinauszögern. „Die Nachrüstungsmaßnahmen verbessern die Erdbebenauslegung nicht und die Überschwemmungsgefahr wird dadurch auch nicht gebannt“, erklärt die Abgeordnete. Fachleute hätten bereits die Sorge geäußert, dass die Verstärkung der Bodenplatte bei der alten Anlage zu neuen Sicherheitsrisiken und Problemen führen könnte.

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