Bärbl Mielich erwartet klare Antworten hinsichtlich der Sicherheit des AKW Fessenheim

Da nun auch Frankreich seine Atomkraftwerke einem Stresstest unterzieht, musste der Betreiber EdF vor wenigen Wochen für jeden Atomstandort im Land einen Testbericht abgeben. Den Fragenkatalog dazu hatte die Regierung vorgegeben. Die 7000 Seiten Evaluierungen zur Erdbebensicherheit, Überschwemmungsgefahr und Stromversorgung im Ernstfall – davon allein knapp 400 Seiten zu Fessenheim – erinnern mehr an eine Selbstvergewisserung als an die erhoffte kritische Kontrolle. In Fessenheim wird der inzwischen vom Kraftwerksbetreiber EdF abgeschlossene erste Teil des Stresstestes von Atomkraftgegnern massiv kritisiert. Teil zwei soll in der zweiten Novemberhälfte folgen. Bei dem Bericht handele es sich um einen Neuaufguss alter Prüfberichte, kritisiert der Straßburger Atomphysiker und Kernkraftgegner Jean-Marie Brom. Sogar beim Thema Überschwemmungsschutz habe sich der Betreiber nicht um neue Erkenntnisse bemüht. „Auf unsere Anfragen erwarten wir von EdF und der französischen Regierung nun klare Antworten“, kündigt die grüne Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich an. In einer Kleinen Anfrage vom 02.08.2011 hatte sich Bärbl Mielich an das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft gewandt und dieses zur Sicherheit des AKW’s Fessenheim befragt. Unter anderem ging es dabei um die Kühlwasserzufuhr, die Haftung bei schweren Reaktorunfällen und die Kontamination des Grundwassers mit Tritium:

barbl-mielich-befragt-umweltministerium-zur-sichherheit-des-akws-fessenheim

Ausführlich berichtete die Badische Zeitung am 06.11.2011 über den Stresstest französischer AKW’s und die Proteste von AKW-Gegnern:

Stresstest AKW Frankreich

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