Unhaltbare Zustände im AKW Fessenheim

Entsetzt reagiert die Grünen-Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich auf die jüngste Meldung in der Badischen Zeitung über eine unangekündigte Übung der französischen Atomaufsicht ASN im Atomkraftwerk Fessenheim, wonach die Betriebsfeuerwehr einen brennenden Dieseltank mit Wasser löschen wollte. Wie die ASN feststellte, war der Tank für das passende Löschmittel leer. 

„Im Atomkraftwerk Fessenheim herrschen offenbar Besorgnis erregende Zustände. Die Berufsfeuerwehr eines Atomkraftwerks, die versucht einen brennenden Dieseltank mit Wasser zu löschen, das alleine ist schon ein Skandal. Dass das notwendige Löschmittel gar nicht vorhanden war, sondern nur ein leerer Tank von der Atomaufsicht vorgefunden wurde, übertrifft jegliche Vorstellung von Schlendrian und Verantwortungslosigkeit“, so Bärbl Mielich. Es handle sich bei einem Atomkraftwerk ja nicht um einen harmlosen Betrieb, sondern um eine hoch gefährliche Anlage, in deren Gefahrenzone mehrere hunderttausend Menschen leben.

Die Landtagsabgeordnete appelliert an das Verantwortungsbewusstsein des Betreibers und fordert diesen auf, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und das Atomkraftwerk umgehend stillzulegen. „Das Gezerre um den Stilllegungstermin muss endlich ein Ende haben! Nachdem die Verhandlungen über eine Entschädigungszahlung für die Stilllegung jetzt offenbar abgeschlossen sind, dürfte einer Stilllegung nichts mehr im Wege stehen.“

Das schreibt die lokale Presse:

Badische Zeitung, veröffentlicht am 17.07.2019: Atomaufsicht rügt Fessenheim

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