„Erdbeben als Warnung verstehen“

„Das zum Glück leichte Erdbeben im Bereich Neuenburg-Chalampe muss als Warnung verstanden werden. Die Nähe des Epizentrums zum nicht erdbebensicher gebauten Atomkraftwerk Fessenheim und die unmittelbare Nähe zu den großen Chemiewerken in Chalampe und Ottmarsheim ist sehr beunruhigend“, sagt die grüne Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich.

Es sei bekannt, dass der Oberrheingraben tektonisch aktiv sei. Die Seismographen des Landeserdbebendienstes würden immer wieder leichte Erdbeben im Bereich des Oberrheingrabens registrieren. Diese seien aber meist nicht zu spüren. „Diese kleinen Erdbeben und das jetzt stärkere, deutlich spürbare Erdbeben vom Wochenende zeigen deutlich, dass der Oberrheingraben nicht ruhig ist. Sie zeigen auch, welch großes Risiko der Betrieb des AKWs Fessenheim für die Region darstellt. In Frankreich sollten jetzt die Konsequenzen gezogen und das Atomkraftwerk umgehend stillgelegt werden“, fordert Bärbl Mielich.

Von französischer Seite sei die Stilllegung des AKWs Fessenheim für Ende 2018 oder Anfang 2019 angekündigt worden, vorausgesetzt der Euroreaktor gehe bis zu diesem Zeitpunkt in Betrieb. Daher bestehe immer noch eine gewisse Unsicherheit, was den Zeitpunkt der Stilllegung betreffe. „Bis dahin bleibt das marode Atomkraftwerk Fessenheim eine Zeitbombe. Denn Erdbeben kündigen sich nicht an und halten sich auch an keinen Zeitplan“, so die Abgeordnete.

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