AKW Fessenheim: Zeitpunkt der Stilllegung ungewiss?

„Keine weitere Verschiebetaktik! Das Atomkraftwerk Fessenheim muss umgehend stillgelegt werden, unabhängig von der Inbetriebnahme des Euroreaktors in Flamanville“, so die klare Forderung der Landtagsabgeordneten Bärbl Mielich (GRÜNE) an die Verantwortlichen in Frankreich. Gestern berichtete die Presse über ein erneutes Hinausschieben des Stilllegungstermins von mehreren Monaten oder auch über einem Jahr.

„Seit Jahren wird die Stilllegung des altersschwachen AKW Fessenheim immer weiter auf die lange Bank geschoben.“ Bereits 2016 sollte Schluss sein, dann Ende 2018, nach neueren Äußerungen der französischen Seite Mitte 2019, jetzt werde auch dieses Datum in Frage gestellt, so die Landtagsabgeordnete. „Das Spiel mit der Verschiebetaktik wird immer gefährlicher. Den Stilllegungstermin der technisch veralteten Atommeiler immer weiter hinauszuschieben, ist nicht nur riskant, sondern auch unverantwortlich.“

Die französische Regierung habe vor einigen Jahren beschlossen, den Anteil der Atomenergie zu reduzieren und eigens dafür ein Gesetz verabschiedet. Die Koppelung der Stilllegung des Atomkraftwerks Fessenheim mit der Inbetriebnahme des Euroreaktors Flamanville sei keine gesetzliche Vorgabe, sondern habe das Ziel, den Atomanteil auf dem heutigen Niveau zu halten. „Die Stilllegung des AKW Fessenheim darf nicht weiter an die Inbetriebnahme von Flamanville gekoppelt sein“, fordert Bärbl Mielich.

 

 

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