Bärbl Mielich und Adolf Ratzka, Gründer Indepent Living

Sozialausschuss informiert sich in Norwegen und Schweden über gelungene Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Im Rahmen einer Informationsreise besuchte der Sozialausschuss im Landtag von Beden-Württemberg unter dem Vorsitz von MdL Bärbl Mielich vom 28. April bis zum 3. Mai 2013 Norwegen und Schweden, um sich dort vor Ort mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Institutionen über eine zukunftsweisende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auszutauschen. In Skandinavien ist die Einbindung von Menschen mit einer Behinderung in sämtlichen Bereichen entsprechend der sogenannten UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in wesentlich umfassender Art und Weise geschehen. Diese Konvention wurde 2006 in New York verabschiedet und trat 2008 in Kraft. Sie verfolgt das Ziel, Menschen mit einer Binderung die gleichberechtigte Teilhabe bzw. Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Der Sozialausschuss zu Gast im Stockholmer Parlament

Der Sozialausschuss zu Gast im Stockholmer Parlament

Die Fraktionen übergreifende Delegation aus Baden-Württemberg traf sich in Norwegen mit Parlamentariern des dortigen Ministeriums für Kinder, Gleichstellung und soziale Inklusion, des Arbeits-, des Sozialministeriums und des Ministeriums für Kommunale Verwaltung und Regionalentwicklung sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der Gleichstellungs- und der Inklusionsbeauftragten. Gespräche fanden auch mit Behindertenverbänden in Norwegen und einer Interessendvereinigung sowie mit Assistenzvereinigungen und unterschiedlichen inklusiv ausgerichteten Projekten statt.
In Schweden standen wiederum ein Gespräch mit dem dortigen Sozialministerium sowie mit dem Sozialausschuss auf dem Programm.

Bärbl Mielich und Charlotte Schneidewind-Hartnagel im Stockholmer Parlament

Bärbl Mielich und Charlotte Schneidewind-Hartnagel im Stockholmer Parlament

Vorort besuchten die Abgeordneten den Selbsthilfeverein für Behinderte „JAG“, eine
Kooperative für selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen in Schweden sowie das Kollektivhus NU, das als sogenanntes CoHousing-Projekt betrieben wird. Es gab zudem ein Gespräch mit der Stockholmer Kooperative für ein selbstbestimmtes Leben. Hier trafen die Politikerinnen und Politiker auf Adolf Ratzka.

Bärbl Mielich und Adolf Ratzka, Gründer Indepent Living

Bärbl Mielich und Adolf Ratzka, Gründer Indepent Living

Die Delegation aus Baden-Württemberg zeigte sich erfreut über die informativen und fruchtbaren Besuche, Gespräche und Referate zum Thema. Die Vielseitigkeit der Projekte zeige, wie gut die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Norwegen und Schweden bereits forangeschritten sei, sagte MdL Bärbl Mielich im Anschluss an die Reise. „Wir konnten einen umfassenden und fundierten Einblick in Planung und Praxis von Strukturen gewinnen, die Menschen mit einer Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Wir gehen mit interessanten Ideen und neuen Ansätzen nach Hause und werden die gesammelten Eindrücke diskutieren und weiterverfolgen“, so Mielich.

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