Urheberrecht und die Klimabewegung Fridays for Future waren die Themen, die die Schüler*innen besonders interessierten.

Urheberrecht und „Fridays for Future“

Im Rahmen der EU-Projekttage diskutierte die Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich am Freitag, 29. März, mit Schülerinnen und Schülern der 12. Klasse der Georg-Kerschensteiner-Schule in Müllheim. Nach einer kurzen Vorstellung ihres Aufgabenbereichs im Landtag und ihrer Eigenschaft als Staatssekretärin im Sozialministerium sprach die Abgeordnete über die Bedeutung der im Mai stattfindenden Wahlen für das Europaparlament und die Kommunalwahlen. Die täglichen Meldungen über das Gezerre um den Brexit in England verunsichere die Menschen und habe Einfluss auf das Wahlverhalten. Dabei seien auch andere EU-Themen hoch aktuell. 

Großes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler an der kürzlich vom EU-Parlament beschlossenen Urheberrechtsreform. Sie befürchten, dass der Zugang zu Informationen schwieriger werden könnte. Bärbl Mielich erklärte, dass es unterschiedliche Meinungen dazu gäbe. Auf der einen Seite das Interesse von Journalisten, Autoren und Künstlern am Schutz ihrer Werke und auf der anderen Seite das Interesse, frei auf Informationen zugreifen zu können. Die Sorge, dass durch einen möglichen Einsatz von Upload-Filtern auch frei zugängliche Inhalte nicht mehr zugänglich sein könnten, halte sie für berechtigt. Es komme jetzt vor allem darauf an, wie die Richtlinie in nationales Gesetz umgesetzt werde. Eine anwesende Journalistin meldete sich zu Wort und erklärte, dass sie sehr froh seien über diese neue Regelung.

„Findet den Mut, für eure Interessen zu kämpfen!“

Sehr lebhaft entwickelte sich das Gespräch beim Thema Klimaschutz. Wie sich zeigte, beteiligen sich die Schülerinnen und Schüler teilweise an den Freitagsdemos und sind in Umweltgruppen aktiv. Einige der Jugendlichen zeigten sich enttäuscht, dass die großen Demos zu wenig Wirkung auf Regierungsebene zeigten. Es gehe um ihre Zukunft, betonten sie. Bärbl Mielich erklärte, sie freue sich, dass die Jugend sich einbringe, die Demos organisiere und in großer Zahl daran teilnehme. „Ich finde es auch gut, dass Ihr den Freitagvormittag gewählt habt für die Demos“, erklärte die Abgeordnete. In der Schulzeit zu demonstrieren und dafür auch Ärger in Kauf zu nehmen, sei mutig. „Das ist ziviler Ungehorsam.“ Bärbl Mielich ermunterte die Schülerinnen und Schüler, nicht aufzugeben und den Mut nicht zu verlieren. Sie selbst habe sich auch schon in jungen Jahren in der Anti-AKW-Bewegung sowie der Frauen- und Friedensbewegung engagiert. Es habe auch kleinere oder größere Erfolge gegeben, teilweise erst nach Jahren. Aber ohne das Engagement vieler Menschen hätte sich gar nichts geändert, betonte sie. 

Das schreibt die lokale Presse:

Badische Zeitung, veröffentlicht am 06.04.2019: Ganz Ohr für die Interessen der Schüler

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