EU-Projekttag: Bärbl Mielich diskutiert mit SchülerInnen der Georg-Kerschensteiner-Schule über die Themen TTIP und Flüchtlinge

Es sei wichitg, dass Politikerinnen aus Bund und Land, aber auch aus dem Kreistag mit jungen Menschen ins Gespräch kommen, sagte Reinhold Berger, stellvertretender Schulleiter, bei der Begrüßung der Landtagsabgeordneten Bärbl Mielich und der Schülerinnen und Schüler.

„Ich bin sehr gerne gekommen. Ich möchte mit Ihnen ins Gespräch kommen um zu erfahren, was Sie umtreibt“, erklärte Bärbl Mielich. Sie besuche jedes Jahr anlässlich des EU-Projekttages eine Schule, um mit jungen Menschen zu diskutieren.

Mit der Finanzkrise und der Flüchtlingsproblematik sei Europa in den Fokus der Bevölkerung gerückt, sagte die Grüne Sozialpolitikerin und stellte die Frage in den Raum: „Ist Europa noch eine Wertegemeinschaft, die für den Schutz und die Achtung der Menschenrechte steht?“ Kritisch äußerte Sie sich zu der Weigerung einiger EU-Länder, Flüchtlinge aufzunehmen. In den Osteuropäischen Ländern sei die Demokratie eben noch sehr jung.

Es entspann sich eine rege Diskussion, bei der sich zeigte, dass das Thema Intergration für die SchülerInnen von großem Interesse ist. Paralellgesellschaften sollten nicht entstehen. Ein Schüler berichtete von den eigenen Erfahrungen aus einem Leben in zwei Kulturen. „Es ist sehr wichtig, dass es Menschen wie Sie gibt, die zwischen den Kulturen vermitteln“, erklärte Bärbl Mielich.

Deutschland hätte versäumt, die Gastarbeitergeneration zu integrieren, so Bärbl Mielich. Das sei ein großer Fehler gewesen, der sich nicht wiederholen dürfe. Die Menschen hier müssten auch bereit sein sich auf Menschen aus anderen Kulturen einzulassen. Sie sehe die Zuwanderung als große Chance.

Die SchülerInnen zeigten sich sehr aufgeschlossen und diskussionfreudig. Auch Themen wie Fluchtursachen, Kriegshandlungen, Waffenhandel und der hohe Ressourcenverbrauch der Industrieländer sowie Möglichkeiten, diese zu beseitigen, wurden erörtert.

Beim Thema TTIP beschäftigten Aspekte wie Trasparenz, ob Geld und Wirtschaft die Welt regieren und wie viel Einfluss die Politik habe, die SchülerInnen.

Bärbl Mielich äußerte sich kritisch zu dem Abkommen, vor allem im Hinblick auf die Intransparenz des Verfahrens. Sie sei froh, dass Greenpeace die geheimen Unterlagen öffentlich gemacht habe. Mehr Transparenz, keine geheimen Schiedsgericht und das Festschreiben europäischer Standards seien unabdingbare Voraussetzungen für ein solches Abkommen. Da bedürfe es einer deutlichen Sprache gegenüber der USA.

Die Badische Zeitung berichtete am 29.04.2016 ausführlich über den Besuch:
http://www.badische-zeitung.de/muellheim/toll-dass-sie-so-eine-einstellung-haben–121642436.html

 

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