Reinhold Treiber, Bärbl Mielich und Projektleiterin Judith Streiling (von rechts) freuen sich über die Erfolge beim Artenschutz.

Das Land fördert den Artenschutz

Bärbl Mielich informiert sich über die Arbeit des Landschaftserhaltungsverbandes Breisgau-Hochschwarzwald e.V. 

Bei einem Vororttermin in Heitersheim informierte sich die Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich über Naturschutzprojekte, die vom Landschaftserhaltungsverband Breisgau-Hochschwarzwald e.V. (LEV) betreut werden. Geschäftsführer Reinhold Treiber bedankte sich bei Bärbl Mielich für die Initiative der Landesregierung, Landschaftserhaltungsverbände einzurichten und für den Naturschutz finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Kernaufgabe der Landschaftserhaltungsverbände in Baden-Württemberg ist die Erhaltung und Weiterentwicklung von Kulturlandschaften, die eine besondere Rolle für die biologische Vielfalt, die Offenhaltung und das Landschaftsbild spielen.

Der Rückgang von Insekten und Schmetterlingen sei erschreckend, sagte Bärbl Mielich. Daher sei es wichtig, Lebensräume zu erhalten und zu schaffen. „Die Landesregierung gibt Geld für die Landschaftserhaltungsverbände, um dem Artensterben entgegen zu wirken.“

Reinhold Treiber zeigte vor Ort mehrere Maßnahmen, die mit Hilfe des LEV durchgeführt werden konnten. Die Maßnahmen werden zu 50 Prozent vom Land bezuschusst, die anderen 50 Prozent trägt die Gemeinde Heitersheim. Ein anschauliches Beispiel ist eine freigelegte Löswand, die nun wieder Lebensraum für bestimmte Wildbienenarten wie der Frühlings-Pelzbiene bietet. Durch selektives Vorgehen beim Mähen entlang von Böschungen entwickeln sich eine Vielzahl von Wildblumen und -gräsern, was das Auge erfreut und eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten ist. Auch bei der Gehölzpflege haben sich die Methoden geändert. Gehölze werden nicht mehr mit der Heckenschere glatt abrasiert, sondern gezielt aus- und zurückgeschnitten. Die Hecken wachsen jetzt von unten her dichter und bieten Vögeln einen attraktiven Lebens- und Aufenthaltsbereich.

Neben Geschäftsführer Reinhold Treiber und Bürgermeister Martin Löffler waren Projektleiterin Judith Streiling und Landschaftspfleger Norbert Engler anwesend sowie Jagdpächter Ralf Meyer und Franz Schneider als Vertreter des NABU, außerdem Interessierte aus den Reihen der Grünen in Heitersheim. 

Hintergrundinformationen:
Landschaftserhaltungsverbände sind gemeinnützige, eingetragene Vereine, die auf Landkreisebene gebildet werden. Interessenvertreterinnen und -vertreter aus Naturschutz, Landwirtschaft und Kommunen arbeiten gleichberechtigt zusammen und entwickeln gemeinsam tragfähige Lösungen für Natur und Landschaft. Die Kernaufgabe der LEV in Baden-Württemberg ist die Erhaltung und Weiterentwicklung von Kulturlandschaften, die eine besondere Rolle für die biologische Vielfalt, die Offenhaltung und das Landschaftsbild spielen. 1,5 Stellen pro Landschaftserhaltungsverband werden vom Land finanziert. Hinzu kommen Zuschüsse für verschiedene Naturschutzmaßnahmen, die jeweils beantragt werden müssen. Die Hälfte der Kosten für genehmigte Maßnahmen kommt als Zuschuss vom Land, die andere Hälfte von der jeweiligen Gemeinde. Die Landschaftserhaltungsverbände bieten eine umfassende, auf die Region und den Einzelfall bezogene Beratung an und organisieren die anschließende praktische Umsetzung von Maßnahmen, die folgenden Zielen dienen:

– Biotop- und Landschaftspflege
– extensive Landnutzung
– Offenhaltung der Kulturlandschaft
– Umsetzung von Natura-Managementplänen
– Biotopvernetzungs- und Mindestflurkonzeptionen
– Erhalt von Streuobstwiesen
– Renaturierung

Quelle: LEV Baden-Württemberg

Der LEV Breisgau-Hochschwarzwald e.V. wurde im März 2012 gegründet. Mittlerweile sind 44 der 50 Kreisgemeinden Mitglied im LEV. Seit der Gründung sind 3,2 Millionen Euro Fördergelder vom Land in Projekte im Landkreis geflossen.

Quelle: LEV Breisgau-Hochschwarzwald

LEV-Geschäftsführer Reinhold Treiber informierte Bürgermeister Martin Löffler und Bärbl Mielich über die durchgeführten Maßnahmen.

Das schreibt die lokale Presse:

Badische Zeitung, veröffentlicht am 10.07.2019: Zusammenarbeit für die Artenvielfalt

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