Zukunft der Pflege verantwortungsvoll gestalten!

PRESSEMITTEILUNG
12.10.2015

Zukunft der Pflege verantwortungsvoll gestalten

Grüne Landtagsabgeordnete im Dialog

„Pflege zukunftsorientiert und generationengerecht gestalten ist eine Aufgabe von großer Bedeutung die wir über Parteigrenzen hinweg wahrnehmen und gut vorantreiben wollen“, so eröffnete die Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich (Grüne) den Abend, nachdem ihr Fraktionskollege Wolfgang Raufelder (Grüne) und Claus-Peter Sauter vom Mannheimer Seniorenrat die Gäste im Saal des Marienhaus begrüßt hatten. Zunächst informierte Bärbl Mielich über Zielsetzung und Arbeitsweise der Enquetekommission zur Pflege und stellte die sich ändernden Lebenswelten von pflegebedürftigen Menschen in der Stadt und auch im ländlichen Raum dar. „Wir müssen der Vereinzelung vorbeugen und dabei auch die Individualität der Menschen im Blick behalten“, so Mielich zu den Herausforderungen im Bereich der Pflege. Ältere Menschen wollten so lange wie möglich in ihrem sozialen Umfeld leben und das möglichst selbstbestimmt. Dafür brauche es wohnortnahe Strukturen und Dienste, die diesen Wunsch unterstützen. Gleichzeitig sei auch die Situation der Pflegekräfte und pflegender Angehöriger zu beachten. Hier fordern die Grünen eine stärkere Berücksichtigung von bürgerschaftlichem Engagement bei den Rentenanwartschaften sowie bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte, um den Beruf künftig wieder attraktiver zu machen.

Im Anschluss an den Input aus der Pflegeenquete des Landtags entstand eine rege Diskussion mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung. Neben dem geforderten Quartiersbezug der verschiedenen Wohnformen, kamen auch die Themen barrierefreier Ausbau des ÖPNV, bezahlbarere und geeigneter Wohnraum für Menschen mit Pflegebedarf aber auch neue Konzepte zur besseren Betreuung von Menschen mit demenziellen Erkrankungen zur Sprache oder die Änderungen der Landesheimbau- und der Landesheimpersonalverordnung. „Auf die Frage ,welche Strukturen braucht es, um künftig eine gute und flächendeckende Pflege zu sichern?’ gibt es eben nicht nur eine Antwort“, betont Mielich. Das spiegele sich auch an den Themen der verschiedenen Anhörungen der Pflegeenquete im vergangenen Jahr wieder.

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Der Zuzug der vielen Flüchtlinge dieser Tage sei auch eine Chance, mehr geeignete Fachkräfte im Bereich der Pflege zu finden, insbesondere für eine kultursensible Pflege. Das bestätigte eine Teilnehmerin, die vom herzlichen und selbstverständlichen Umgang mit pflegebedürftigen und alten Menschen berichtete, den sie bei zahlreichen beruflichen Auslandsaufenthalten erleben konnte.

„Für den regen Austausch und die interessanten Rückmeldungen aus der Praxis sind wir sehr dankbar“, so Raufelder am Ende des Abends und versprach eine Fortsetzung des Dialogs. Beide Landespolitiker forderten wiederholt auf, mit Fragen, Anregungen und Problemen gerne auch im Nachgang den persönlichen Kontakt zu suchen.

 

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