Selbstbestimmtes Wohnen im ländlichen Raum für Menschen mit Unterstützungsbedarf – AG Südbaden besucht Region

Mit dem neuen Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz der Landesregierung wurde die ordnungsrechtliche Grundlage für eine größere Vielfalt an Wohnformen für Menschen mit Unterstützungsbedarf geschaffen. Mit einer grün-roten Mehrheit wurde das Gesetz am 14. Mai verabschiedet. Es löst das 2007 beschlossene Landesheimgesetz ab.
Das neue Gesetz eröffnet Gestaltungsspielräume für die unterschiedlichsten konzeptionellen Angebote hin zu wohnortnahen gemeinschaftlichen Wohnformen. Ziel ist es, insbesondere die Einrichtung vollständig selbstverwalteter und damit trägerunabhängiger Wohngruppen zu ermöglichen, die damit einen geringen Regelungsbedarf durch die kommunale Heimaufsicht bedürfen. Auch die ambulant betreuten Wohngruppen, die durch Träger gestützt sind, sollen gestärkt werden. Beide genannten Wohnformen haben das Ziel, dem Wunsch vieler Menschen auch im Alter in ihrem gewohnten sozialen Umfeld leben zu können, zu entsprechen.
Hierfür ist es von zentraler Bedeutung, dass eine lebendige aktive Bürgergemeinschaft solche Wohnformen mitträgt und mitgestaltet.

Gemeinsam mit Bürgermeistern und VertreterInnen der Angehörigen-Initiative Labyrinth in Freiburg wollen die grünen Landtags- und Bundestagsabgeordneten Südbadens am 19. November 2014, 14:30 – 16:30 Uhr, in Ballrechten-Dottingen zum Thema “Selbstbestimmtes Wohnen im ländlichen Raum – die Rahmenbedingungen des WTPG” über die Entwicklung ähnlicher Angebote in Südbaden sprechen.

Vor dem Runden Tisch besuchen sie zudem die WeGe e.V. in Emmendingen und informieren sich vor Ort über dessen Angebote.

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