Grün-Rot fördert Modellprojekte zu neuen Wohnformen im Alter

PRESSEMITTEILUNG

Die soziale Infrastruktur für Menschen mit Unterstützungsbedarf steht in Baden-Württemberg nicht zuletzt aufgrund des demographischen Wandels vor großen Herausforderungen. Viele bereits bestehende Versorgungsformen können den zunehmenden Wunsch vieler Menschen, auch im Alter selbstbestimmt dort leben zu können, wo man sich zu Hause fühlt, nicht ausreichend erfüllen. Konkret bedeutet das für die Regierungsfraktionen, dass sie die Schaffung gemeindenaher Angebote und ambulanter Strukturen verstärkt vorantreiben wollen. Die Erhaltung der Selbstständigkeit und Selbstbestimmung der Menschen muss dabei Grundlage für die Ausrichtung einer neuen Wohn- und Pflegeinfrastruktur in Baden-Württemberg sein.
Der SPD Abgeordnete Thomas Reusch-Frey: „Die zunehmende Zahl der Männer und Frauen mit Unterstützungsbedarf soll zukünftig aus vielfältigen, variablen Formen des Zusammenlebens auswählen können.“ Die Regierungsfraktionen unterstützen deshalb besonders innovative Modellprojekte, die ambulante Wohn- und Pflegeangebote initiieren und eine Alternative zum klassischen Pflegeheim darstellen, mit insgesamt 600.000 Euro in den Jahren 2013 und 2014.
Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Grüne, Bärbl Mielich, erklärt: „Ältere Menschen mit Unterstützungsbedarf – insbesondere auch im ländlichen Raum – sollen weiterhin in ihrem sozialen Umfeld leben können. Wir wollen kleine Wohneinheiten in Stadtteilen und Dörfern fördern, in denen Menschen mit Unterstützungsbedarf leben können.“ Angedacht ist deshalb etwa die Förderung ambulanter Pflegewohngruppen oder innovativer Demenzprojekte.
„Wir brauchen einen Pflege- und Betreuungsmix, in dem auch das bürgerschaftliche Engagement als ein Element lebendiger Sozialstruktur einen festen Platz hat. Die zentrale Orientierung in der Alten- und Pflegepolitik liegt dabei in der Gestaltung von Wohn-, Pflege- und Hilfeangeboten im normalen Wohngebiet statt in einem weiteren Ausbau der Sonderwohnformen“, so die beiden Abgeordneten.
In den letzten Jahren ist bereits eine Vielfalt an neuen Wohn- und Pflegeformen für pflegebedürftige und behinderte Menschen entstanden, die eine entsprechende Neuausrichtung verfolgen, wie integriertes Wohnen, Mehrgenerationenwohnen, selbstorganisierte oder betreute Wohngemeinschaften, Hausgemeinschaften für Menschen mit Demenz, integrierte Pflegewohnungen im Wohnquartier oder Wohnen mit Versorgungssicherheit im normalen Wohnungsbau. Die Abgeordneten Bärbl Mielich und Thomas Reusch-Frey betonen: „Diese positive Entwicklung hin zu mehr Pluralität gilt es jetzt weiter voranzutreiben. Hier will das Land auch einen Beitrag dazu leisten.“

Die Pressemitteilung kann hier als PDF eingesehen werden:
PM Neue Wohnformen Bärbl Mielich

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