Gesprächsrunde zum Thema „Häusliche Pflege“ im Rahmen des Vorortprogramms der Winterklausur der grünen Landtagsfraktion

In einer Gesprächsrunde mit Waltraud Kannen, Geschäftsführerin der Sozialstation Südlicher Breisgau, und den Bürgermeistern Michal Benitz und Ekkehart Meroth diskutierte die Landtagsabgeordntete Bärbl Mielich am 07.01.2014 über die Weiterentwicklung der häuslichen Pflege.

von links nach recht: MdL Bärbl Mielich, Waltraud Kannen, Michael Benitz, Ekkehart Meroth, Daniela Evers (Vorstandsmitglied KV Breisgau-Hochschwarzwald)

von links nach recht: MdL Bärbl Mielich, Waltraud Kannen, Michael Benitz, Ekkehart Meroth, Daniela Evers (Vorstandsmitglied KV Breisgau-Hochschwarzwald)

Ein Schwerpunkt der Sozialpolitik sei das Thema Pflege und Leben im Alter. Dazu wolle sie mit den Kommunen und den Akteuren ins Gespräch kommen.

„Alte Menschen gehören in die Mitte der Gesellschaft und in die Mitte der Ortschaften und nicht an den Rand“ erklärte Bärbl Mielich. „Wir brauchen Konzepte, um Strukturen zu schaffen, damit Menschen unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten zuhause Alt werden können“. Dazu sei ein gesetzlicher Rahmen notwendig und eine Ausweitung der Pflegeleistungen. Es brauche aber auch die Unterstützung der Kommunen und der Bevölkerung. Notwendig sei für jede Gemeinde und jeder Ort eine passende, individuelle Sozialraum- und Quartiersentwicklung. Dazu werde die Landesregierung einen Instrumentenkoffer entwicklen, den die Kommunen abrufen können. Von der Landesregierung angeregt gäbe es bereits ensprechende Modellprojekte u. a. in Gutach, Umkirch und Freiburg-Littenweiler.

Damit Menschen in ihren Wohnungen bleiben können, bedürfe es vieler Module und der Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamtlichen, erklärt Waltraud Kannen von der Sozialstation Südlicher Breisgau. Das Thema Pflege dürfe nicht allein Sache von Profidiensten sein, es gehe alle an. Wichtig sei eine ausreichende und gesicherte Finanzierung. 60% der Pflegedienste in Baden-Württemberg würden rote Zahlen schreiben, da viele erbrachte Leistungen, nicht kostendeckend bezahlt würden. Waltraud Kannen forderte eine Reduzierung der Bürokratie, da 40% der Tätigkeiten der Pflegkräfte bürokratischer Aufwand seien und eine kostendeckende Bezahlung der Pflegeleistungen.

TV Südbaden berichtete über sowohl über den Vororttermin in Bad Krozingen als auch über den abends stattfindenden Bürgerdialog in Freiburg-Munzingen:
Gesprächsrunde zum Thema „Häusliche Pflege“ im Rahmen des Vorortprogramms der Winterklausur der Landtagsfraktion
http://www.tv-suedbaden.de/mediathek/video/buergerdialog-der-gruenen/#.UtPslvaTsfJ

Auch der Sonntag berichtete am 12.01.2014 (S. 6) ausführlich über den Vororttermin:
http://img.der-sonntag.de/dso-epaper/pdf/DS_mue_12.01.2014.pdf

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