Hochwasserschutz am Rhein: MdL Bärbl Mielich informiert sich in Breisach über geplanten Polder

Der Hochwasserschutz am Rhein war das Thema eines Treffens am 3. Februar 2012 in Breisach, zu dem der Vorsitzende der Bürgerinitiative Retention, Lothar Neumann, die Wahlkreisabgeordnete der Grünen, Bärbl Mielich, sowie die Bürgermeister aus Breisach und Vogtsburg, den Bürgermeisterstellvertreter aus Breisach und den früheren Forstamtsleiter Frank Siebenbürger eingeladen hatte.
„Wir wollen ein zweites Taubergießen zwischen Breisach und Burkheim. Dafür muss das Wasser ungehindert fließen können. Außerdem müssen die alten Rheinarme an das System angeschlossen werden, dann haben wir die ökologische Schlutenlösung, mit der wir leben können,“ so die Kernforderung der BI Retention Breisach/Burkheim. Dieser Schlutenlösung steht einem Konzept entgegen, dass regelmäßige Flutungen von Teilen des Rheins vorsieht, um so die umgebende Landschaft an ein eventuelles Jahrhunderthochwasser zu gewöhnen. Bürgermeister Schweizer bemängelte, dass die prinzipielle Festlegung auf die ökologischen Flutungen die unterschiedlichen Situationen in den 13 vorgesehenen Rückhalteräumen am Oberrhein ausblende. Für den Bereich Breisach/Burkheim bedeute dies, dass die gewachsene Kulturlandschaft zwischen Kaiserstuhl und Rhein zerschnitten werde.
Mielich versicherte, dass die Kritik an den ökologischen Flutungen von der grün-roten Landesregierung sehr ernst genommen werde. „Unser Anspruch, nichts gegen die Bürger zu entscheiden, gilt auch hier“, sagte sie und bestätigte, dass die Zusage der Vorgängerregierung, dem SV Burkheim und der Gemeinde finanziell bei der Verlegung des Sportgeländes zu helfen, auch von der jetzigen Landesregierung eingehalten werde. Jetzt müsse das Ergebnis des offenen Prüfungsverfahrens zur Retention beim Regierungspräsidium Freiburg abgewartet werden, sagte die Abgeordnete. Die Entscheidung über die Rheinretention dürfe nicht gegen den Willen der Bevölkerung getroffen werden, sie könne aber auch nicht kontraproduktiv zur ökologischen Entwicklung in der Region ausfallen, fasste Mielich zusammen. „Wenn sich alle Seiten bewegen, bekommen wir einen Beschluss hin, mit dem alle gut leben können“, zeigte sie sich zuversichtlich.
Die Badische Zeitung berichtete am 10.02.2012 ausführlich über das Treffen. Der Artikel ist hier zu finden:

oekologische-schlutenloesung-als-modellprojekt–55691222.html

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